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Mikrobiologische Behandlung

Pilze und Bakterien bei der Arbeit.

Am Standort Wolfern verfügt die M.E.G. über eine Anlage zur mikrobiologischen Behandlung von verunreinigten Böden. Dabei werden Schadstoffe, im wesentlichen Mineralöle, durch Mikroben wie Bakterien und Pilzen zu C02, Wasser und Biomasse abgebaut. Wir setzen dabei vor allem auf die „kontrollierte Selbstreinigungskraft des Bodens“: Unser vorrangiges Ziel ist es, den natürlichen Abbauprozess durch eine Optimierung der Betriebsbedingungen zu beschleunigen und gezielt zu steuern.

Die Anlage verfügt aufgrund ihrer Ausstattung über einen umfangreichen Schlüsselnummernkatalog und kann eine Vielzahl an Abfällen übernehmen sowie weiterverarbeiten. Zudem nutzen wir die Halle auch als Zwischenlager für jegliche Arten von gefährlichen und nicht-gefährlichen Abfällen.

Die Mikrobiologische Behandlung im Detail.

Eine mikrobiologische Behandlung umfasst mehrere Schritte.

Sie beginnt schon mit der Anlieferung von Materialien wie ölhaltigen Schlämmen, ölverunreinigten Böden oder ölverunreinigtem Bauschutt.

 

Nach einer ersten Überprüfung führen wir nach Erfordernis zunächst die mechanische Behandlung mittels mobiler Siebmaschine durch. Das Material wird vorsortiert und in eine Grobfraktion, Steine bzw. Überkorn mit mehr als 50 mm Durchmesser, und eine Feinfraktion, Erde mit weniger als 50 mm, getrennt.

Das Material aus der Grobfraktion wird zwischengelagert und näher überprüft. Dabei stellen unsere Expertinnen und Experten anhand der jeweiligen Grenzwerte fest, ob eine weitere Verwendung oder Verwertung des Materials möglich ist. Andernfalls legen sie fest, in welchen Deponien das Material abgelagert wird.

Weil Erde lebt.

Bei der Erde aus der Feinfraktion bedarf es weiterer Behandlungsschritte im Sinne der mikrobiologischen Behandlung. Diese erfolgt in sogenannten Chargen, wobei eine Charge aus mehreren Teillieferungen bestehen kann. Hier achten wir darauf, nur ähnlich belastende Teilmengen einzusetzen, um unzulässige Vermischungen zu vermeiden.

So erfolgt das Auftragen und Behandeln der jeweiligen Chargen in Form von sogenannten Mieten. Unter der Zugabe eines Kohlenstoffträgers, einer Pilz- bzw. Bakterienemulsion sowie von Nährstoffen für die Mikroben schließen wir die erste Umsetzung ab.

Dann heißt es: Aufschließen, mischen, homogenisieren. 

 

Bei laufender Kontrolle von Temperatur, Feuchtigkeit und Bioaktivität beginnt der mikrobielle Abbau der Kohlenwasserstoffe.

 

Zwei bis fünf Wiederholungen und regelmäßige Analysen durch externe Mikrobiologinnen und Mikrobiologen sind für diesen Ablauf erforderlich. Nur so können wir die optimale Qualität und die Eliminierung von wirklich allen gefahrenrelevanten Eigenschaften der entstehenden Produkte gewährleisten.

 

Je nach Endprodukt kümmern wir uns um dessen Ablagerung, vorwiegend auf Deponien für Bodenaushub, Baurestmassen oder Reststoffe. Dazu können wir gruppenweit Deponien ohne große Transportentfernungen nutzen.

Zurück zur Natur.

Diese Art der Bodenreinigung besitzt gegenüber thermischen und chemisch-physikalischen Verfahren den Vorteil, dass die eingesetzten Materialien in ihrem Aufbau und ihrem Gefüge vollständig erhalten bleiben. Somit gewährleisten wir eine ökologische und ökonomische Behandlung der Materialien.

Unser Know-how – Ihr Vorteil.

Stillstand ist vor allem in diesem Bereich keine Option. So entwickeln wir laufend unsere eigenen Leistungen weiter. Wir erweitern damit nicht nur unser eigenes Behandlungsspektrum, sondern konnten in der Vergangenheit bereits einige innovative Technologien wie Verfestigungs-, Bodenwasch- und Verbrennungsanlagen mitentwickeln und erfolgreich umsetzen.

Gerne stellen wir unser Know-how und unsere Erfahrung auch für Ihre Anfragen zur Verfügung und führen Ihre Abfälle einer sinnvollen Verwertung zu.

Ihre Ansprechperson für die Mikrobiologische Behandlung.

Stefan Kreuzwieser Geschäftsführer